12 Wichtige Dinge, die Du vor dem Anbau von Cannabis wissen solltest

Cannabisanbau ist aufregend. Unabhängig davon, ob Du es aus medizinischen Gründen oder in der Freizeit konsumierst, ist es etwas ganz besonderes, Deine eigenen Samen zu ziehen und eigenen Buds zu ernten.

Aber bevor Du mit Deinem Grow beginnst, ist es wichtig, dass Du Dir ein paar Dinge beachtest. Unter diesem Text stehen zwölf Punkte, die Du wissen solltest, bevor Du Dein eigenes Gras anbaust. So kannst Du sichergehen, dass Du das bestmögliche Ergebnis erreichst, wenn die Erntezeit vor der Tür steht.

1. DIE GRUNDKENNTNISSE ÜBER CANNABIS VERSTEHEN

Bevor Du Deinen ersten Anbaudurchgang startest, ist es sehr wichtig, dass Du ein grundlegendes Verständnis der Cannabispflanze hast.

Auch wenn Du nicht bei allem, was Graspflanzen angeht, ein Experte sein musst, so versuche Dir zumindest die Grundlagen des Lebenszyklus, des Nährstoffbedarfs und der Struktur der Pflanze zu merken.

Hier sind ein paar Fakten über Cannabis, die Dir am Anfang helfen und die Du unbedingt wissen solltest. Suche Dir, bevor Du beginnst, Deine Samen keimen zu lassen, ein gutes Buch über den Marihuana-Anbau heraus und lies weiterhin in unserem Bestand an Grow-Artikeln:

  • Cannabis gehört zur Gattung der Blütenpflanzen, die entweder männlich, weiblich oder zweigeschlechtlich sein können.
  • Cannabispflanzen können sowohl in Innenräumen, draußen oder in Gewächshäusern angepflanzt werden.
  • In der Natur bestäuben die männlichen Pfanzen die weiblichen Blüten (oder Knospen), um neue Samen zu erzeugen. Die meisten Grower lassen ihre weiblichen Blüten allerdings nicht bestäuben, um bessere Buds zu bekommen.
  • Es gibt drei Hauptarten von Cannabis: Indica, Sativa und Ruderalis. Alle drei variieren hinsichtlich ihrer Morphologie und Wirkung.
  • Indicadominierte und sativadominierte Cannabisarten sind natürlicherweise Licht-Dunkel-Periode-Pflanzen, was bedeutet, dass sie in Abhängigkeit davon blühen, wie viel Licht sie bekommen. Ruderalis-Pflanzen blühen hingegen automatisch, in Abhängigkeit von ihrem Alter, aber unabhängig von dem Lichtzyklus, dem sie ausgesetzt sind.
  • Der Lebenszyklus von Cannabis durchläuft drei Hauptphasen: Sämlingsphase, vegetative Phase und Blütephase.
  • In der Natur wachsen Cannabispflanzen jährlich und beginnen ihren Lebenszyklus zwischen Frühling und den ersten Tagen des Sommers. Die Dauer des Lebenszyklus der Pflanze kann allerdings stark variieren (zwischen vier bis zehn Monate).

2.ÜBERLEGE DIR, WIE VIEL STROM DU BENÖTIGST

Hast Du die Cannabispflanze ausreichend verstanden, ist es wichtig zu überlegen, wie viel Strom Du benötigst, um den Anbau am Laufen zu halten. Das bezieht sich hauptsächlich auf Anbauer im Zuchtraum.

Vergiss nicht, das Cannabispflanzen eine Menge Licht benötigen (bis zu 18 Stunden am Tag Minimum). Für einen erfolgreichen Anbau im Innenraum musst Du eine hochwertige Anbaubeleuchtung an den Start bringen (die meisten Erzeuger nutzen Lampen mit bis zu 400-600W).

Abgesehen von Deiner Lampe, brauchst Du zusätzlich noch weiteres elektronisches Equipment, wie beispielsweise Ventilatoren, Abluft und mehr. In manchen Wohngebäuden kann dies zu einer Überlastung der Stromversorgung führen, da Stromkreise in Wohnhäusern manchmal auf ca. 1500 Watt begrenzt sind.

3. BEACHTE DIE KOSTEN

Wir reden nicht um den heißen Brei herum: Gras anbauen kostet Geld. Abhängig davon, wie professionell Dein Anbau ausfallen soll, ist es wahrscheinlich, dass Du zu Beginn in teures Zubehör investieren musst.

Das genaue Ausmaß an Zubehör, dass Du für den Indoor-Anbau benötigst, kann je nach Grow-Fähigkeiten und geplantem Umfang unterschiedlich sein. Dennoch brauchen die meisten Indoor-Erzeuger zumindest die folgende Ausrüstung sowie Töpfe, Erde und anderes grundlegendes Anbauzubehör:

  • Grow-Beleuchtung
  • Ventilator
  • Zuchtzelt
  • Luftfilter
  • Lichtreflektoren
  • kleine Ventilatoren
  • Timer
  • pH-Messgerät

Die Anschaffung und der Betrieb dieser Geräte wird Deinem Portemonnaie offensichtlich einiges abverlangen. Allerdings ist der größte Teil des Zubehörs wiederverwendbar und normalerweise hast Du das Geld nach nur ein paar Ernten wieder in der Tasche.

Beachte: Die Kosten für den Grasanbau variieren stark. Manche Anbauer haben hervorragende Resultate mit einfachen Sets für 100 Euro erzielt, während andere bis zu 1000 Euro für einen professionellen Grow-Raum ausgeben. Schaue Dir diesen Artikel an, um eine detailliertere Kostenkalkulation für den Anbau zu erhalten.

4. DIE UNTERSCHIEDLICHEN ANBAUMETHODEN VERSTEHEN

Cannabis kann auf viele verschiedenen Weisen angebaut werden. Bevor Du mit dem Anbauen beginnst, denke daran, Dir die verschiedenen Anbaumethoden durchzulesen und suche die aus, die am besten zu Deinen Fähigkeiten und Deinem Budget passt.

Die am weitesten verbreitete Art, Gras anzubauen, ist in Erde. In diesem Fall fügen die Erzeuger der Erde Nährstoffe zu, die die Pflanze dann über ihre Wurzeln aufnimmt. Diese Nährstoffe können über gekaufte Nährstoffergänzungen oder natürliche Alternativen, wie zum Beispiel Kompost, bereitgestellt werden.

Alternativ verwenden manche der fortgeschrittenen Grower auch ein anderes Medium als Erde. Diese alternativen Methoden ohne Erde (beispielsweise Kokosfaser, Sand, Wasser oder sogar Dunstluft) werden hydroponische Methoden oder Anbau in Hydrokultur genannt.

Die Entscheidung, wie Du Gras anbauen möchtest, ist ganz Dir überlassen. Allerdings sollte unerfahrenen Anbauern empfohlen werden, mit einer einfachen, auf Erde basierenden Methode zu beginnen.

5. SUCHE NACH EINEM GEEIGNETEN ANBAUORT

Einen geeigneten Ort für den Anbau zu finden, ist ein wesentlicher Teil des Anbauens. Du solltest gut über Deinen Grow-Ort nachdenken, bevor Du mit dem Anbau beginnst.

Du hast im Wesentlichen 2 Optionen, wo Du Weed anbauen kannst: Drinnen oder draußen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Draußen anzubauen, ist großartig, weil es Dir die Möglichkeit gibt, jede Menge Kosten zu vermeiden. Denn durch die Nutzung der natürlichen Kraft der Sonne brauchst Du keine Grow-Lampe zu kaufen. Solange Deine Pflanzen eine angenehme Brise abbekommen, musst Du auch keine Ventilatoren oder ein Abluftsystem installieren.

Der große Nachteil beim Anbau im Freien ist allerdings, dass Du keine Kontrolle über das Klima und die Lichtverhältnisse hast, denen Deine Pflanzen ausgesetzt sind. Außerdem erregt der Outdoor-Betrieb wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit, was problematisch sein kann, wenn Du in einem Gebiet lebst, in dem der Anbau von Cannabis illegal ist.

Doch auch der Indoor-Anbau hat gewisse Vorteile. Zunächst sind Deine Pflanzen nicht mehr in Sichtweite und erregen daher weniger unerwünschte Aufmerksamkeit. Außerdem hast Du die volle Kontrolle über das Klima in Deinem Anbauzimmer. So kannst Du Dinge wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtstunden anpassen und somit eine ideale Umgebung für Deine Pflanzen schaffen.

Der große Nachteil beim Anbau im Innenbereich sind allerdings die Kosten, die für den Kauf und die Instandhaltung des nötigen Zubehörs entstehen, sowie die höheren Elektrizitätskosten. Der Anbau im Zuchtraum bedeutet außerdem, dass Dir nur limitiert Anbaufläche zur Verfügung steht.

6. ERKENNE DIE ANZEICHEN FÜR NÄHRSTOFFMANGEL, SCHÄDLINGE, ETC.

Cannabis ist, genau wie andere Pflanzen auch, anfällig für eine gewisse Anzahl an Schädlingen und Krankheiten. Zusätzlich hat diese Pflanze einen komplexen Bedarf an Nährstoffen, Licht und Wasser. Wenn dieser nicht ordnungsgemäß erfüllt wird, kann dies die Gesundheit Deiner Pflanzen beeinflussen und die Größe/Qualität Deiner Ernte mindern.

Wenn Du aber die verräterischen Anzeichen von Schädlingen, Krankheiten oder Nährstoffmängeln erkennst, kannst Du diese glücklicherweise schnell behandeln und somit die Auswirkungen auf die Pflanze minimieren. Hier sind einige häufig auftretenden Merkmale, die Dir zeigen, dass mit Deinen Pflanzen etwas nicht stimmt:

  • Nährstoffmangel: Zu den Anzeichen gehören rote Stengel, blasse Blätter, verkrüppeltes Wachstum, gekräuselte und/oder gefleckte Blätter und/oder Fehlbildungen.
  • Schädlinge/Krankheiten: Zu den Anzeichen gehören weiß gefleckte Blätter (hervorgerufen durch Bissspuren), verdrehte Blätter, gekräuselte Blätter, gelbe/braune Flecken auf den Blättern und dem Blattwerk, braune oder schwarze Knospen, weißer Staub auf dem Blattwerk und mehr.

7. PFLANZENNÄHRSTOFFE VERSTEHEN

Alle Pflanzen benötigen Nährstoffe, um zu überleben und zu wachsen. Cannabis macht da keine Ausnahme. Bevor Du mit dem Anbau beginnst, solltest Du Grundkenntnisse darüber haben, wie Du Deine Pflanzen versorgen musst.

Die drei wesentlichen Nährstoffe, die die Cannabispflanze für das Überleben benötigt, sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Die meisten Nährstofflösungen enthalten diese Komponenten in verschiedenen Konzentrationen.

Abgesehen von Stickstoff, Phosphor und Kalium können Cannabispflanzen auch von den folgenden Nährstoffen profitieren:

  • Kalzium
  • Schwefel
  • Magnesium
  • Mangan
  • Bor
  • Kupfer
  • Zink
  • Molybdän
  • Eisen

Die richtigen Verhältnisse dieser Nährstoffe und die richtige Handhabe zu kennen, ist lebenswichtig für eine gesunde Pflanze und eine große Ernte. Vermutlich wirst Du dieses Wissen nach ein paar Ernten gesammelt und verinnerlicht haben. Bis dahin solltest Du daran denken, ein gutes Grow-Buch zurate zu ziehen und Dir unsere anderen Grow-Artikel durchzulesen.

8. BASISWISSEN ÜBER GROW-LAMPEN

Falls Du Dich dazu entschlossen hast, im Innenbereich anzubauen, wird die Grow-Beleuchtung das Herzstück Deines Vorhabens sein. Es existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen verfügbaren Grow-Lampen und Du wirst wissen wollen, welche sich am besten für Dein Vorhaben eignet.

Hier sind ein paar der beliebtesten verfügbaren Grow-Lampen für Cannabis.

  • Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen): Das sind preiswerte Lampen, die häufig beim ersten Mal verwendet werden. Kompaktleuchtstofflampen haben nicht die Energie professioneller Grow-Lampen und erzeugen normalerweise eine kleinere Ernte.
  • Leuchtstoffröhren (T5 / T8): T5- und T8-Leuchtstoffröhren sind für den Anbau von Cannabis besser geeignet. Allerdings geben diese Lampen normalerweise eine geringere Leuchtintensität als nötig ab. Das bedeutet, dass Du sie sehr nah an den Spitzen der Pflanzen anbringen musst.
  • LED-Grow-Lampen: LED-Lampen sind die teuerste Option auf dem Markt. Diese Lampen können tolle Resultate hervorbringen und sogar die Elektrizitätskosten im Rahmen halten. Aufgrund ihres Preises sind sie für kleine Grows allerdings eher weniger geeignet.
  • Metallhalogenid(MH)- und Natriumdampf(HPS)-Hochdrucklampen: Metallhalogenid- und Natriumdampf-Hochdrucklampen sind relativ günstig und produzieren großartige Ergebnisse, was sie unter vielen Anbauern im Innenbereich zur ersten Wahl macht.

9. DIE RICHTIGE SORTE AUSWÄHLEN

Es gibt hunderte Cannabissorten. Bevor Du Deinen Anbau startest, solltest Du die unterschiedlichen Sorten recherchieren und die auswählen, die am besten zu Deiner Anbaufläche und Deinen Fähigkeiten als Grower passen.

Die Unterschiede zwischen den Sorten können sehr groß sein. Sie beeinflussen alles, von der Morphologie einer Pflanze bis hin zu der Wirkung der Buds.

Sorge dafür, dass Du Dir einige der verschiedenen Sorten anschaust, die über unsere Datenbank für Dich verfügbar sind und entscheide Dich für eine, die zu Deiner Anbaufläche, Deinen Fähigkeiten und Deinen Vorlieben passt.

10. HALTE DEINEN ANBAU GEHEIM

Hast Du das Glück, in einer Gegend zu leben, wo Cannabis bereits legalisiert ist, trifft dieser Abschnitt nicht auf Dich zu. Falls das nicht der Fall ist, hör auf unsere Worte und halte Deinen Cannabisanbau geheim.

Klar ist das Anbauen Deines eigenen Weeds spaßig und aufregend und Du wirst es vermutlich Deinen Freunden erzählen wollen. Allerdings solltest Du bedenken, dass die Folgen für den Anbau von Cannabis schwerwiegend sein können. Deshalb solltest Du mit Deinem Anbauvorhaben so gut es geht hinterm Berg halten. Das Letzte, was Du willst, ist ein unerwarteter Besuch von der Polizei an Deiner Wohnungstür.

11. ÜBERPRÜFE DEIN VORGEHEN

Falls Du gerade erst mit dem Anbau von Cannabis beginnst, ist es wichtig, dass Du Deine harte Arbeit kontrollierst. Deswegen empfehlen wir Dir, dass Du Dir die Zeit nimmst, den Fortschritt Deines Anbaus zu dokumentieren.

Auf welche Weise Du das tust, bleibt Dir überlassen. Eine einfache Möglichkeit ist es, jede Woche ein Foto Deiner Pflanzen zu machen, um den Fortschritt des Wachstums zu dokumentieren. Alternativ wäre es auch gut, ein Grow-Tagebuch zu führen, in dem Du die verwendeten Nährstoffe, Deinen Beleuchtungszeitplan und alle anderen Vorfälle wie eine Schädlingsbefall etc. aufzeichnest.

Wenn Du den Fortschritt dokumentierst, kannst Du den Überblick über alle möglichen Faktoren behalten, die Einfluss auf Deine Pflanzen haben, sowie Deine Umgang damit. Das ist besonders für Neulinge wichtig, da es ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Arbeit immer wieder nachzuvollziehen und ihr Vorgehen zu verbessern.

Eine weitere Bemerkung dazu: Wenn Du Gras an einem Ort anbaust, wo es illegal ist, ist es wohl eine gute Idee, Deine Handlungen nicht zu dokumentieren. Falls Du von der Polizei geschnappt wirst, willst Du nicht, dass sie ein Notizbuch mit Deinen Grow-Durchläufen der letzten fünf Jahre findet, die Menge Deiner jeweiligen Ernten eingeschlossen. Sie werden es mit Sicherheit als Beweismittel verwenden.

12. DU SOLLTEST WISSEN, WIE MAN RICHTIG ERNTET

Zu guter Letzt solltest Du Dir sicher sein, dass Du weißt, was zu tun ist, wenn die Erntezeit kommt, bevor Du Deinen Cannabisanbau angehst.

Als allererstes solltest Du die verschiedenen Stadien der Ernte kennen und wie sie die Potenz und Wirkung Deiner Buds beeinflussen können. So tendieren beispielsweise Buds, deren Ernte früh erfolgt, dazu, eine eher aufmunternde Wirkung zu haben. Während Buds, die erst später reif sind, eine eher entspannende und beruhigende Wirkung haben.

Außerdem solltest Du wissen, was Du tun musst, wenn Deine Buds erntefertig sind. Nachdem Du Deine Buds von der Pflanze entfernt hast, musst Du wissen, wie Du sie trimmst, trocknest, aushärtest und lagerst, um bestmögliche Resultate zu erlangen.

AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, GROW!

So, das war eine Auflistung von allem, was Du wissen musst, bevor Du mit dem Anbau Deines eigenen Cannabis beginnst. Jetzt, wo Du auf dem neuesten Stand bist, ist es an der Zeit Deine Samen zu bestellen und mit dem Einpflanzen zu beginnen.