Guide: Erfahrene Grower

Die Keimung bezeichnet das Stadium, in dem Ihre Samen beginnen, zu keimen und Wurzeln zu bilden. Die Hanfsamen sind von Mutter Natur darauf programmiert, zu keimen, sobald Feuchtigkeit durch ihre äußere Schale dringt.

Damit Ihre Samen richtig keimen und wachsen, benötigen sie einen warmen und feuchten Ort. Zu viel Wasser über zu lange Zeit kann sie ertrinken oder verschimmeln lassen.

 

Dieser Prozess verläuft in 2 Hauptphasen principales 

 

A

Die Vorkeimung

 

 

B

Das Einpflanzen der vorgekeimten Samen

Die Vorkeimung

Die Vorteile des vorherigen Einweichens Ihrer Samen sind ein umstrittenes Thema unter den Anbauern.

Manche schwören darauf, wogegen andere glauben, dass dadurch Ihre Samen verschimmeln könnten, wenn sie in ihrem Keimungsprozess zu weit fortgeschritten sind, bevor sie aus dem Wasser herausgenommen wurden.

Aber im Endeffekt ist es vor allem eine Frage der Organisation und der Sorgfältigkeit, wodurch das Problem des zu intensiven Kontakts mit Wasser vermieden werden soll.

Das vorherige Einweichen beschleunigt die Sache ein wenig, indem es sicherstellt, dass der Samen durch und durch feucht ist, bevor er in die Erde gepflanzt wird.

Diese Vorgehensweise ermöglicht Ihnen außerdem, die Lebensfähigkeit des Samens vor der Pflanzung zu testen – ein Samen, der keimen wird, absorbiert Wasser und wird weicher, und das Austreten der Wurzel aus dem Samen wird gefördert.

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Füllen Sie ein mittelgroßes Glas zur Hälfte mit destilliertem Wasser. Vermeiden Sie die Verwendung von Leitungswasser, denn dieses wird oft mit Chlor oder anderen Wirkstoffen behandelt, die das Wachstum beeinträchtigen können.

Meistens ist Leitungswasser gut genug, aber wenn Sie Ihren Samen wirklich die besten Chancen geben möchten, eine hochqualitative Pflanze hervorzurufen, lohnt es sich, sorgfältig zu sein.

2

Geben Sie Ihre Samen in das Glas.

Vermeiden Sie Übervölkerung.

Der Sinn besteht darin, dass die Samen auf der Wasseroberfläche schwimmen, also sollten nicht zu viele Samen im selben Glas sein, damit diese nicht von Anfang an vollkommen überflutet sind.

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Legen Sie die Samen an einen warmen und dunklen Ort mit konstanter Temperatur. Keimende Samen mögen kein Licht, aber sie brauchen einen gewissen Wärmegrad, um keimen zu können.

Ein Heizteppich mit Thermostat oder ein Heizkörper stellen gute Alternativen dar. Egal, welche Wärmequelle Sie wählen, der Raum muss dunkel sein: Schrank, Kommode, usw. oder, im Falle eines Heizkörpers, ein dunkler Raum.

Vergessen Sie nicht, das Glas mit einem zweiten lichtundurchlässigen Plastikglas zu bedecken, um einen sauberen und dunklen Prozess zu garantieren. Die Idealtemperatur liegt bei circa 22 Grad Celsius.

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Warten Sie, bis die Samen untergehen.

Viele Anbauer meinen, man solle die Samen bis zu 24 Stunden einweichen. Aber das Wichtigste ist, abzuwarten, bis die Samen bis zum Grund des Glases abgetaucht sind.

Wenn sie untergehen, können Sie sicher sein, dass das Wasser die äußere Schale durchdrungen hat und die Samen durch und durch feucht sind. Lassen Sie sie nicht zu lange unter Wasser, denn sie könnten ertrinken und verschimmeln.

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Nehmen Sie die Samen vorsichtig aus dem Wasser. Da die Samen weich sind und gegebenenfalls bereits Wurzeln getrieben haben, müssen Beschädigungen vermieden werden.

Eine einfache Art, wie Sie die Samen aus dem Glas entnehmen können, besteht darin, die Samen direkt auf ein anderes Glas oder einen Sieb zu leeren, welche vorher mit einer Papierserviette bedeckt wurden. Somit können Sie sie anschließend leichter einsammeln.

Das Einpflanzen der vorgekeimten Samen

1

Füllen Sie einen kleinen Behälter mit einer für die Keimung geeigneten Erde.

Bohren Sie ein circa 5 mm tiefes Loch.

In der Regel sollte die Vertiefung zweimal so hoch sein wie der sich darin befindende Samen.

2

Legen Sie den Samen mit der Wurzel nach unten vorsichtig in die Vertiefung.

Füllen Sie das Loch mit etwas Erde auf, aber ohne sie festzudrücken, um das Wachstum nicht zu behindern.

 

3

Verwenden Sie einen Sprüher, um die Erde zu befeuchten.

Stellen Sie sicher, dass die Erde feucht ist und nicht durchnässt.

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Stellen Sie Ihre Behälter in ein kleines Gewächshaus mit einem Plastikdeckel. Vergessen Sie nicht, die Lüftungsventile am Deckel zu öffnen, wodurch eine gewisse Feuchtigkeit und gleichzeitig eine komfortable Belüftung garantiert sind.

Die ideale Feuchtigkeit liegt zwischen 70 und 90%, und die Temperatur weiterhin bei circa 22 Grad Celsius. Während des gesamten Prozesses darf die Erde nie austrocknen!!

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Warten Sie, bis Ihre Pflanze aus der Erde heraussieht, und nach 4 oder 5 Tagen werden Sie feststellen, wie die äußeren Schalen der Samen sich zu öffnen beginnen. Zu diesem Zeitpunkt müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Pflanzen gut belüftet sind und Licht bekommen. Nehmen Sie den Deckel des Gewächshauses ab.

Wenden Sie die Samen dem nach Süden ausgerichteten Fenster zu, damit sie genügend Sonne bekommen. Oder noch besser, stellen Sie sie unter geeignete Neonlampen, um das Wachstum zu fördern. Stellen Sie den Timer auf 18 Stunden Licht, die restlichen 6 Stunden verbringen die Pflanzen in Dunkelheit. In ihrem frühen Stadium sind die Pflanzen noch empfindlich. Versichern Sie sich, dass ihre Umgebung warm ist und ihre Erde feucht, aber nicht durchnässt ist.

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Wenn Ihre Pflanzen solide Wurzeln haben, sich gut entwickeln, und bis auf 2 oder 3 Blätter-Etagen gewachsen sind, können Sie sie in einen größeren Behälter umpflanzen.

Normalerweise erreichen sie dieses Stadium nach 2 Wochen.

Ihren Samen von Anfang an die besten Chancen zu geben, ist ein absolutes Muss, wenn Sie eine hochqualitative Ernte erreichen möchten. Wie bei allen Lebewesen sind vor allem die Anfangsstadien ihrer Entwicklung grundlegend für die Gesundheit und das Überleben der Pflanze.

Sie können sehr wohl auch andere Techniken für die Keimung und das Einpflanzen verwenden, es gibt viele: man kann die Samen direkt ohne Vorkeimung in die Erde pflanzen, man kann Substrate wie Gesteinsfaser verwenden, sein eigenes Gewächshaus bauen, usw. Die Hauptsache ist, Sie finden Ihren passenden Anbau-Stil!!

Zu Vermeiden

Schließlich wäre keine Anweisung vollständig, ohne alle zu vermeidenden Dinge aufzulisten.

Somit finden Sie untenstehend eine Liste von Dingen, die Sie nie machen dürfen, wenn Sie Ihre Hanfsamen richtig pflanzen möchten.

Plastikkuppel oder vollkommen bedecktes Mini-Gewächshaus

Zu heißer Heizteppich

Die Töpfe mit Plastik abdecken

Ein für die Keimung unpassendes Substrat

Düngemittel

Schlechte Wasserqualität

Hoher EC-Wert der Nährlösung bei Hydrokultur

Kalte Außentemperaturen, Eis

Plastikkuppel oder vollkommen bedecktes Mini-Gewächshaus

Zu viel oder zu wenig Wasser

Kalte und dunkle Keimungs-Unterlage

Die Aussaat mit biologischen oder chemischen Pestiziden besprühen